Zweifachverglasung besteht aus zwei Glasscheiben mit einem Zwischenraum. In diesem Zwischenraum sitzt Edelgas — meist Argon. Eine Scheibe trägt eine Low-E-Beschichtung. Diese drei Bausteine machen Zweifach-Wärmeschutzglas aus.
Die Werte: Ug etwa 1,0 bis 1,1 W/(m²K). Damit ist Zweifachverglasung deutlich besser als alte Einfachverglasung. Sie reicht aber nicht mehr für moderne Fenster im Wohnraum.
Das Problem: Das Gebäudeenergiegesetz verlangt beim Fenstertausch einen Uw-Wert von höchstens 1,3 W/(m²K). Mit Zweifachglas ist das nur mit sehr guten Rahmen knapp zu schaffen. Die BAFA-Förderung verlangt 0,95 — das schafft Zweifachglas in der Regel nicht.
Sinnvoll ist Zweifachverglasung heute nur noch in speziellen Fällen: Nebengebäude, Garagen, Gartenhäuser oder ungeheizte Räume. Im Wohnbereich gehört Dreifachverglasung zum Standard.
