Die Widerstandsklassen sind eine Norm für Einbruchschutz. Sie heißen offiziell „Resistance Class" — kurz RC. Es gibt sechs Stufen, von RC1 N (Grundschutz) bis RC6 (Höchstschutz). Geregelt sind sie in der DIN EN 1627.
Geprüft wird in einem Labor. Ein zertifizierter Prüfer versucht, das Fenster mit definierten Werkzeugen zu öffnen. Je länger das Fenster standhält, desto höher die Klasse. Für RC2 sind drei Minuten Widerstand gegen einfache Werkzeuge gefordert.
Die Polizei empfiehlt für Wohnhäuser mindestens RC2. Höhere Klassen wie RC3 sind in besonders gefährdeten Lagen sinnvoll — etwa bei freistehenden Häusern oder hochwertiger Inneneinrichtung. RC4, RC5 und RC6 spielen im normalen Wohnbau keine Rolle.
Wichtig zu wissen: Die Klasse gilt nur für das komplette Fenster — Rahmen, Glas, Beschlag und Befestigung. Wer einzelne Komponenten wie Pilzköpfe nachrüstet, hat damit noch keine RC2-Lösung. Geprüft ist immer das Gesamtsystem.
