Schiebefenster öffnen sich nicht durch Drehen, sondern durch Schieben. Es gibt zwei Bauarten. Beim horizontalen Schiebefenster gleitet ein Flügel zur Seite. Beim vertikalen schiebt sich der untere Teil nach oben — der Klassiker in Großbritannien und den USA.
Der Hauptvorteil ist die Platzersparnis. Beim Öffnen ragt nichts in den Raum oder nach außen. Das ist praktisch in engen Fluren, an Möbeln oder bei dichten Bepflanzungen vor dem Haus.
In Deutschland sind Schiebefenster eher selten. Die Dichtigkeit ist oft schwächer als bei Dreh-Kipp-Fenstern, weil die Dichtungen nicht andrücken können. Für Wohnräume mit hohen Energieanforderungen sind sie deshalb selten erste Wahl.
Häufiger sind Schiebe-Türen für Terrassen und Balkone — siehe Hebe-Schiebetür oder Parallel-Schiebe-Kipp-Tür. Bei diesen großen Elementen wird das Schieben zur Komfort-Lösung. Reine Schiebefenster bleiben Spezialfälle.
