Die RAL-Montage ist die wichtigste Einbaurichtlinie für Fenster und Haustüren in Deutschland. Sie kommt vom Institut für Fenstertechnik in Rosenheim — kurz „ift Rosenheim". Die offizielle Bezeichnung ist „Leitfaden zur Montage", oft RAL-Montagerichtlinie genannt.
Das Kernprinzip sind drei Dichtungsebenen. Innen dampfdicht, in der Mitte gedämmt, außen schlagregendicht und diffusionsoffen. Diese drei Ebenen verhindern, dass Feuchtigkeit aus dem Raum in die Fuge eindringt — und dass Regen von außen ins Mauerwerk gelangt.
Faktisch verbindlich wird die RAL-Montage durch das Gebäudeenergiegesetz. Das GEG fordert luftdichte und wärmebrückenfreie Anschlüsse. Ohne RAL-Montage ist das praktisch nicht zu erreichen. Auch die BAFA-Förderung verlangt eine fachgerechte Montage — die RAL-Richtlinie ist Standard.
Wer die RAL-Montage ignoriert, riskiert Schimmel, Wärmeverluste und Garantie-Verlust. Im Schadensfall wird oft die Montage als Fehlerquelle identifiziert. Mit fachgerechter Montage ist die Anschlussfuge dicht — und das über Jahrzehnte.
